Les objéts trouvés Fundstücke

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Montag, 27./Dienstag, 28./Mittwoch, 29. Oktober 2008

Für die Arbeit im Kunstraum wurde die Klasse von 28 Kindern in drei Gruppen geteilt – pro Tag kam eine Gruppe jeweils eineinhalb bis zwei Stunden.
Die erste Begegnung im Cube hatte die Arbeit von Hassan Echair zum Hauptgegenstand. [zu Hassan Echair siehe unten:]
Dazu bekamen die Kinder die Aufgabe ein Objekt neben ihrem Haus (auf der Straße, im Sand, im Garten…) zu suchen und mitzubringen.

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Im Kreis stellten sich die Kinder gegenseitig die Objekte vor, beschrieben sie und gaben den Fundort an. Es wurden Dinge gefunden wie eine alte Plastikflasche, Steine, Muscheln, Schneckenhäuser, Planzenteile, zerknülltes Papier, rostige Nägel und künstliche Blütenblätter.

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Jedes Kind zeichnete sein Fundstück.
Gemeinsam mit der Zeichnung wurde das Fundstück in einen Umschlag gesteckt.
Nun sahen die Kinder die Arbeit von Hassan Echair. Sie sprachen über die Formen und Farben der Elemente, zählten sie und überlegten, was sie bedeuten könnten. Rückführend auf ihre eigene Übung fanden sie heraus, dass es sich um Steine handeln könnte.
Sie erfuhren von Hassan Echairs Beweggründen, seiner Arbeitsweise und der Geschichte mit den ersten Steinen in seiner Kindheit.

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Zur weiteren Verknüpfung mit dem Wohnort, wozu die Fundstücke eine erste Annäherung bildeten, wurde ein Plan gestaltet. In der Mitte des Plans befinden sich Ansichten der Schule, in die die Kinder gemeinsam jeden Tag gehen. Sie zeichneten ihr Haus an einen Ort auf dem Plan und verbanden Wohnhaus und Schule mit einem Weg. Manche Kinder stellten einen Bus oder ein Auto dar um zu symbolisieren, dass sie den Weg fahren.
Als Schlusspunkt dieser Übung wurde das gezeichnete Fundstück ausgeschnitten und neben das Haus auf den Plan geklebt.

Ziele der Übung:
- Sensibilisierung für die Wahrnehmung der unmittelbaren Umgebung, den Wohnort und den Transfer in einen künstlichen Raum
- Bewusstmachen von Ähnlichkeiten und Unterschieden im jeweiligen Umfeld der anderen Kinder
- Sensibilisierung im Wahrnehmen von Form und Farbe
- Soziales Lernen durch Gesprächsrunde und Gruppenarbeit
- Übung von feinmotorischen Abläufen (Schneiden, Kleben, Zeichnen)

Hassan Echair

Hassan Echair Hassan Echair
Hassan Echairs Arbeit besteht aus schwarzen Fäden, die an Schrauben an der Wand entlang gespannt sind. Daran sind unregelmäßige Kreisgebilde befestigt. Sie bestehen aus Kunststoff – zum Teil in weiß belassen, zum Teil mit schwarzer Farbe bearbeitet. Die Kunststoffkreise sind zudem von Draht umgeben.
Hassan Echairs Hauptelement ist der Stein.  Auf ihn sind ein Großteil seiner Arbeiten – Gemälde und Installationen -  zurück zu führen. Er untersucht die Form, das Material und die Wechselwirkung zu anderen Elementen. Dabei interessiert Hassan Echair zum einen das Wirken des Steines in der Natur, im Wandel der Erde über die Zeit ihrer Entstehung bis heute, das Hinterlassen von Spuren und die Einwirkung der Schwerkraft. Zum anderen beschäftigt er sich mit dem Symbolgehalt des Steines als Sinnbild von Bestehendem, Beständigem, Permanentem, als Teil des Bodens und somit als Träger von Identität.
Er ist fasziniert vom Wesen des Steines seit er ein Kind war, sagt er selbst.

Der geplante Besuch des Künstlers gemeinsam mit der Kunstvermittlerin in der Schule musste leider wegen Krankheit ausfallen.

Weiter gehts HIER

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